Landhaus Liebefeld zelebriert Rollentausch

Landhaus Liebefeld startet das Experiment: Köche an die Front – Kellner an den Herd.

Zwischen 4. und 14. Mai gibt einen Rollentausch und im Berner Traditionshaus Landhaus Liebefeld arbeiten die Köche an der Front und die Kellner am Herd.

Für zehn Tage wechseln das Küchen- und das Serviceteam im Romantik-Hotel Landhaus Liebefeld nach dem Motto «Das Experiment – Köche an die Front, Kellner in die Küche» – die Stationen. Das Romantik-Hotel Liebefeld ist ein Unternehmen im Raum Bern, welches mit rund 30 Mitarbeitern zwei Restaurants, das Romantik-Hotel sowie eine Bar führt.

 

Landhaus Liebefeld

Alle Mitarbeiter der Küche und der beiden Restaurants erfahren in dieser Zeit den Arbeitsalltag von der anderen Seite des Küchenpasses aus. Die Köche bedienen und die Kellner kochen. Somit entwickeln sie ein besseres Verständnis für die Denkprozesse und nötigen Charakteristiken für diese bestimmten Berufe, lässt Thomas Christen, Mitglied der Geschäftsleitung und Projektleiter in einer Mitteilung verlauten. Er sieht grosses Potenzial hinter dem Experiment. So können die Lehrlinge das vom Berufsbildungsplan geforderte Praktikum in einem anderen Departement absolvieren. Und den Gästen würde Abwechslung geboten. Sie bekommen für einmal die Menschen hinter den Kulissen zu sehen, von welchen sie normalerweise kulinarisch verwöhnt werden.

Für die zehn Tage, in denen das Experiment läuft, wird die Speisekarte angepasst und vom Service definiert, damit ein bestimmter kulinarischer Qualitätsstandard garantiert werden kann. Bereits im April werden punktuelle Wechsel vorgenommen, um einzelne Personen fachtechnisch und praktisch für das Experiment vorbereiten zu können. Für den Verkauf der Weine wird für die Köche eine Wein- und Kassenschulung durchgeführt. Die Gäste werden vorgängig über das Experiment informiert, damit sie über diese ganz speziellen zehn Tage bereits im Voraus Bescheid wissen.

«Man hört auf nationaler Ebene viele Diskussionen über das ‹Beizensterben› oder den Verdrängungsmarkt der Schweizer Hotels und Restaurants. Was aber den Tourismus und die Gastronomie in der Schweiz seit jeher ausmacht, ist die Innovationskraft der Personen in den Betrieben», teilt Thomas Christen mit. Gros­se Hoteliers und Gastronomen mit Schweizer Wurzeln gab es viele in der Vergangenheit. «Wer nichts Neues versucht, verliert diese Innovationskraft.» Die Schweiz brauche neue, innovative Ideen, um ihre Mitarbeiter zu fördern und sich von anderen Konkurrenten im Markt abzuheben. Seit der Eurokrise sei klar, dass die Schweiz mit den Preisen nicht mithalten könne. «Stützen wir uns auf geschichtliche Werte wie Qualität und Innovation, um unser Gewerbe vorwärtszubringen.»

Zur Webseite des Landhaus Liebefeld

Quelle: www.hotellerie-gastronomie.ch

Foto: ZVG / Text: Sarah Sidler

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