Mehr als nur Schnipo und Rösti: Ein Genuss-Erlebnis entlang der Oberengadiner Pisten

Weil Wintersport bekanntlich besonders hungrig macht, ist das leibliche Wohl der Gäste in den Bergen ein wichtiger Erfolgsfaktor. Der Anspruch der Skigäste an die Berg-Gastronomie wird immer höher. Vorbei sind die Zeiten, als sich die Gäste mit einer simplen Portion “Schnipo” zufrieden gaben. Das Oberengadin ist eine der beliebtesten Wintersport-Destinationen der Schweiz. Wo vor 150 Jahren der Wintertourismus erfunden wurde, tüfteln heute die Köche in den fast 30 Gastrobetrieben stetig an neuen Rezepten und kreativen Konzepten, um Schneesportlustige zu begeistern.

Verschneite Gipfel erheben sich über ein weites Tal und glitzern in der Sonne. Skifahrer kurven die Piste runter und Freestyler versuchen sich an den Halfpipes. Es wird gewandert, spaziert und genossen. Das Oberengadin ist eine der beliebtesten Wintersport-Destinationen der Schweiz. Während auf der einen Talseite die Engadin St. Moritz Mountains mit den bekannten Bergen Corviglia, Piz Nair und Muottas Muragl die Wintersportler erwarten, bietet auf der anderen Talseite die fabelhafte Bergwelt mit Corvatsch, Diavolezza und Lagalb um das Bernina-Massiv ein einzigartiges Schnee-Erlebnis. Ein Skitag im Oberengadin verwandelt sich schnell in eine kulinarische Entdeckungsreise entlang der Pisten.


Polenta-Party auf 3’303 Metern über Meer

Die Skis fassen, den Helm aufsetzen und hoch auf 3’303 Meter auf den Berg des “grossen Raben”, was Corvatsch aus dem Rätoromanischen übersetzt heisst. Nach ein paar Abfahrten macht sich bereits der erste Hunger bemerkbar. Das Restaurant 3303, das höchstgelegene Restaurant des Kantons Graubünden, soll Abhilfe schaffen. Seine atemberaubende Aussicht über die Engadiner Bergwelt und auf das Bernina-Massiv überzeugt auf Anhieb. Wer Mais sucht, is(s)t hier richtig. Denn hier dreht sich seit der aktuellen Saison alles um das gelbe Korn. Aus Polenta lassen sich nämlich allerlei Leckereien herstellen. Als Vorspeise warten mit Gorgonzola gefüllte Polenta Sciatt, Polenta Puffer mit Rauchlachs oder Polenta Muffins mit Speckchips auf Käsefondue. Als Durstlöscher empfehlen die Gastgeber eine hausgemachte Ingwer-Zitronen-Limonade, die man je nach Kältegrad heiss oder kalt geniessen kann. Als Hauptspeise bietet sich eine Tavolata an, damit man eine Auswahl der verschiedenen Leckereien ausprobieren kann. Was man sich nicht entgehen lassen sollte, sind die hausgemachten und super-knusprigen Polenta-Frites. Und wer denkt, ein Dessert aus Polenta sei absurd, der hat sich getäuscht. Denn der Zitronen-Pistazien-Polenta-Kuchen oder die lauwarme Rahmpolenta mit Lavendel Glacé und marinierten Zwetschgen sind so zauberhaft wie die Aussicht vom Restaurant 3303.


Aus Teufelins Küche

Nach dem Essen ist vor dem Essen, denn Skifahren macht hungrig. Nächster Halt: Berghaus Diavolezza. Hier findet man Gutes aus Teufelins Küche. In der Speisekarte des Panoramarestaurants Bellavista im Berghaus Diavolezza stehen traditionelle Rezepte aus der regionalen Bündner und Veltliner Küche im Zentrum – jedoch teuflisch gut interpretiert. Das Bergrestaurant bleibt dem Namen treu – denn Diavolezza heisst übersetzt die Teufelin. In der gemütlichen Atmosphäre kann man die in vielen Gerichten enthaltenen diabolischen Komponenten wie Chilli oder Peperoncini geniessen. Als Beilage fasziniert der Blick auf den Piz Bernina und den Piz Palü. Denn hier oben liegen einem die höchsten Berge der Ostalpen zu Füssen. Wer nach der kulinarischen Stärkung noch etwas Sonne tanken will, döst gemütlich im Liegestuhl. Die Aussicht von der spektakulären, freihängenden Terrasse über den Morteratsch-Gletscher lässt sich aber auch bestens bei einem Glas Champagner geniessen. Und noch ein heisser Geheimtipp: Das Berghaus Diavolezza ist das Zuhause des höchstgelegenen Outdoor-Jacuzzis Europas!


Ein Stall für Gourmands

Wo im Sommer die Kühe stehen, speisen im Winter die Gäste: Willkommen im Restaurant Kuhstall! Allein der Gedanke daran, dass im Sommer an der Stelle des Nachbartisch eine Kuh weilt, lässt einen schmunzeln. Der Kuhstall ist ein Hot-Spot für alle Liebhaber exquisiter Schweizer Küche, welche auch von Gault Millau Kritikern gelobt wurde.Tagsüber werden gut bürgerliche Gerichte serviert und bei schönem Wetter ist Grillieren auf der Sonnenterrasse angesagt. Um die Mittagszeit versammeln sich hier die Skifahrer, denn der Kuhstall liegt direkt an der Piste der Furtschellas-Abfahrt. Aber auch Fussgänger erreichen den Kuhstall nach einem gemütlichen 30-minütigen Spaziergang durch verschneite Wälder. Geheimtipp: Wer nach dem Essen Lust auf Abenteuer hat, kann sich beim Restaurant einen Schlitten mieten und die Schlittelpiste bis zur Talstation Furtschellas runterrasseln. Wer am Abend im Kuhstall speisen möchte, ruft am besten vorher an, denn die Gourmet-Skihütte funktioniert abends nach dem Nachfragemodell – nur wenn Gäste kommen, wird geöffnet. Das Menü bestimmt die erste Partei, die einen Tisch reserviert.


Après-Ski im Chill-out-Modus

Für warme Hände und Gemüter sorgt seit 2015 die quattro BAR auf der Corviglia und heisst Skifahrer, Ausflügler und Liebhaber des Schönen und Guten willkommen. Architektonisch gibt die Bar bereits einiges her: Wer genau hinschaut, erkennt in der Form des kleinen aber sehr feinen Glas-Lokals ein W und ein M, welche an die auf Corviglia beherbergte Ski-WM von 2017 erinnern sollen. Hier findet man Après-Ski im Chill-out-Modus, dazu gibt es einen Hot Mountain Drink oder ein Glas Champagner und einen Bündner Flammkuchen mit Steinpilzen und Bündnerfleisch. Auch der nachmittägliche Kaffee mit oder ohne Schuss wird an der Bar serviert. Das elegante Cheminée lädt zum wohligen Beisammensein ein.


Speisen in der Märchenwelt des weissen Murmeltiers

Die Alice-im-Wunderland-Kulisse ist zum Leben erwacht – eintreten und in eine andere Welt abtauchen! Das Design des Restaurant White Marmot ist einzigartig, bunt und stylisch. Und das, ohne kitschig zu sein. Irgendwie lieblich und gemütlich, auf jeden Fall passend für diesen speziellen Ort. Was wäre das White Marmot nur ohne sein Markenzeiche? Das weisse Murmeltier, das über der puder-rosa-farbenen Bar thront, gibt dem Restaurant seinen Namen. Auf der Corviglia ergänzen sich Lifestyle und Schneesport bereits seit über 50 Jahren hervorragend – das White Marmot ist ein moderner Zeuge dafür. Gastro-Pionier Hartly Mathis machte die Corviglia als kulinarischen Berg weltbekannt. Kulinarisch ist die Corviglia auch heute noch einzigartig: Die vorzüglichen und kreativen Kreationen, die unter der Leitung von Chefkoch Marco Moroni gezaubert werden, sind nicht nur eine Gaumenfreude, sondern bieten auch was fürs Auge. Ob ein Kalbs-Tatar mit getrüffelter Tonnatosauce, Wachtelei und Polentachips oder ein hausgemachtes Snickers mit Caramel-Espuma – Moronis Kreationen sind ein modernes Märchen!


Quelle: Ferris Bühler Communications
Autorin: Annina Steffen
Bilderquelle: Corvatsch AG

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