Die Gewinner, die Stimmen

So arbeiten die Gewinner der Awards. Darauf legen sie Wert im Alltag und so sehen sie ihre Auszeichnung.

Was sind die grössten Herausforderungen in Ihrem Job, die Sie aktuell beschäftigen?

Es ist für uns Momentan unglaublich schwierig, gute Mitarbeiter zu finden. Mit gut meinen wir engagierte, berufsstolze, hungrige und freudige Gastronomen mit Leidenschaft am Beruf. Vermehrt wechseln Jungköche gleich nach Lehrabschluss in die Heimgastrononomie/Systemgastronomie. Regelmässige Arbeitszeiten locken stark an. Wir sind sicher, es gibt Sie noch, die Fachkräfte mit dem «à la carte spirit». Wir sehen es als unsere Aufgabe, auch den Mitarbeiterspirit aufrecht zu erhalten. Als Inhaber und Gastgeber können wir, wenn Not am Mann ist, Positionen abdecken. Operativ in Küche und Service tätig zu sein, ist in unseren Augen wichtig. Und doch sind wir stark abhängig von Fachkräften, die in unserem doch so beständigen Gewerbe wirken. Alleine schreibt Mann und Frau nicht erfolgreich Gastronomiegeschichte.
CHRISTINE RYSER-FLÜCKIGER & URSULA FLÜCKIGER, INHABERINNEN UND GASTGEBERIN, PANORAMARESTAURANT FRITZENFLUH, WYSSACHEN
Den verschiedenen Ansprüchen und Wünschen der Gäste gerecht zu werden. Die Exklusivität und Professionalität bei zuhalten. Dem Gast immer wieder neue Erlebnisse bieten können.
STEFAN WICH, CHEF DES BARS, GRAND RESORT BAD RAGAZ, BAD RAGAZ
Die grösste Herausforderung ist wohl alles im Gleichgewicht zu halten und dabei bei allen Anspruchsgruppen gerecht zu werden. Ausflugsrestaurants sind vor allem in der Planung schwer zu handhaben, soll heissen die nötigen Ressourcen zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung zu haben. Das Wetter, Platzverhältnisse, Outlets (Catering) und noch vieles mehr sind Faktoren, die einem täglich fordern. Unsere Gästen immer mit ausreichend Mitarbeitenden zu empfangen, dabei die Kosten und Mise en place im Griff zu haben und somit unseren besten Service zu leisten, sind die täglichen Anforderungen an mein ganzes Team.
ANDREA SCHLUMPF, GESCHÄFTSFÜHRERIN, RESTAURANT SCHIFFLÄNDE, BIRRWIL
Die jetzige Zeit, ist bei uns die wichtigste Zeit im Jahr. Da wir jedes Wochenende eine Weihnachtessen bei uns begrüssen dürfen und auf Wochen ausgebucht sind. Die grösste Herausforderung liegt darin, die Mitarbeiter richtig zu instruieren und die Aufgaben den richtigen Mitarbeiter aufzutragen. Nur so ist es möglich, unseren Gästen den Aufenthalt bei uns unvergesslich zu machen.
MARCO AMSTAD, GESCHÄFTSFÜHRER, RIO CHURRASCO, STANSSTAD

Was waren wichtige Erfolgsfaktoren, die Ihnen den Erfolg beim Best of Swiss Gastro ermöglichten?

In erster Linie sind es unsere Mitarbeiter! Ohne ein gutes Team ist eine solche Leistung nicht möglich. Wir setzen auf junges und regionales Personal. Dank fortlaufenden Ausbildungssequenzen und Training-on-the-Job-Aktivitäten halten wir das Niveau so hoch wie möglich. Des Weiteren ist es natürlich wichtig, einen Besitzer zu haben, der einem die nötige Zeit (und Kapital) gibt, um die Strukturen aufzubauen. Ohne diese Rückendeckung ist es praktisch nicht möglich, einen Betrieb mit 23 Mitarbeitern von Null aufzubauen.
RAPHAËL BRUNNER, GASTGEBER, HOTEL BÄREN GONTEN, GONTEN
Das Produkt muss stimmen, das ist die Grundlage. Das Team hat sehr gut auf die Herausforderung (bei Best of Swiss Gastro mitzumachen) reagiert und war sehr aktiv in der Kommunikation mit den Gästen. Social Media war sicher auch ein Erfolgsfaktor, wir haben viel über Facebook kommuniziert und auch viele Bewertungen über diesen Kanal erhalten.
MANI MARKUS, INHABER UND GESCHÄFTSFÜHRER, MANI ’ S COFFEE & BAGELS, THUN
Zum einen zählen Herzblut und Leidenschaft, die mein Team und ich selbst in diese Arbeit stecken. Zum anderen ist es die Liebe zum Detail und der Wille, sich stets zu verbessern. Der Drive eines Restaurants basiert, neben vielen guten Ideen, auf einem bestens funktionierenden Team.
EGON BAJARDI, CHEF DI CUCINAPATRON, OSTERIA DEL CENTENARIO, MURALTO-LOCARNO
Ganz bestimmt der rege Austausch mit den Gästen während der Bewertungsphase. Unser Erfolg basiert auf den positiven Rückmeldungen, die uns jeden Tag in unserem Handeln bestätigten und uns das Selbstvertrauen gaben weiter zu machen. Und auch die kritischen Stimmen waren sehr wertvoll, da sie uns halfen, negative Punkte zu verbessern.
DAVIDE BUVOLI, GESCHÄFTSFÜHRER GROTTO AMERICA, PONTE BROLLA

Gab es auch Stolpersteine in Ihrer Karriere, die Sie grad noch «um kurven» konnten oder über welche Sie gar fielen?

Das gab es sicherlich, konnte aber immer wieder schnell aufstehen und mit neuer Energie weiter machen. Da ich noch sehr jung bin, kommt da sicher noch was, so wie ich das Gastgewerbe kenne. Fragen Sie mich doch in 20 Jahren noch mal.
KEVIN WÜTHRICH, GASTGEBER & KÜCHENCHEF, GASTHOF BÄREN LANGNAU IM EMMENTHAL
In einem Kleinbetrieb gibt es jeden Tag kleinere und grössere Stolpersteine und Herausforderungen zu bewältigen. Doch jeder Berg hat einen mühsamen Aufstieg – und wenn man mal oben steht hat man alles vergessen! Jeder Stolperstein ist auch immer eine Lebenserfahrung.
MYRIAM UND BRUNO KAUFMANN, GESCHÄFTSFÜHRER UND INHABER CAFE 3692, GRINDELWALD
Es gibt immer Stolpersteine in einer Karriere. Oft sind dies Dinge, die man nicht direkt beeinflussen kann wie zum Beispiel ein kaputtes Rad am Foodtruck.
FABIAN ZBINDEN, CEO & KOCH, LA RIBOLLITA, BERN
Ganz und gar nicht. Es lief immer alles glatt und genau wie geplant. Nein natürlich nicht! Es ist eine alt bekannte Gefahr in der Gastronomie: Es ist ein wunderschöner Beruf, aber sehr arbeitszeitintensiv. Die Balance zwischen Beruf und Privatleben zu finden, und auch zu halten, waren für mich immer die grössten Stolpersteine.
CASPAR GROB, GESCHÄFTSFÜHRER, GEORGE BAR & GRILL, ZÜRICH

Wenn Sie das Rad der Zeit zurückdrehen und nochmals durchstarten könnten. Was würden Sie anders machen?

Noch sind wir mit Durchstarten nicht am Ende, sondern sehen dies viel eher als einen Zustand, den wir weiterhin vorantreiben wollen. Das Rad zurückdrehen möchten wir gar nicht. Alle Erfahrungen, die wir in diesem ersten Betriebsjahr der Rösterei, Kaffee und Bar sammeln konnten, sind irgendwie wertvoll und helfen, uns ständig zu verbessern.
FABIAN KÜBLER, LEITER GASTRONOMIE, RÖSTEREI, KAFFE UND BAR, BERN
Sehr weit zurück müssten wir das Rad nicht drehen. Mit den einzelnen Entwicklungsschritten bin ich sehr zufrieden und überzeugt, dass es die gewissen Unterbrüche oder Abzweigungen – welchen wir auf unserer Fahrt bisher begegnet sind – gebraucht hat, um den Stand unseres aktuellen Angebots zu erreichen.
EMANUEL STEINER, CEO & FOUNDER, FELFEL, ZÜRICH
Ich bin froh um jeden Fehler, den ich gemacht habe, denn mit der jetzigen Situation bin ich sehr zufrieden.
EMANUELE DESTRO, GESCHÄFTSFÜHRER, RISTORANTE IL CASALE, WETZIKON
Oh ja, es gab und wird bestimmt noch viele Stolpersteine geben. Wir sind zwar ehemalige Gastro-Kinder aus Solothurn, aber ein veganes Restaurant in dieser Grössenordnung (120 Innen-Plätze / 100 Plätze Garten) zu führen, ist eine grosse Herausforderung. Als langjährige Journalistinnen und Werbefachfrauen würden wir uns eher als Quereinsteiger, als alte Hasen im Geschäft bezeichnen. Klar, passieren da auch mal Fehler. Bei der Planung, bei Kalkulationen oder bei Personalfragen. Aber das Wichtigste ist, schnell daraus zu lernen und es in Zukunft besser zu machen.
ELIF & SIBEL ERISIK, GRÜNDERINNEN UND GESCHÄFTSFÜHRERINNEN, RESTAURANT ELLE’N’BELLE, ZÜRICH

Sie dürfen Anforderungen an einen Gastronomiebetrieb formulieren. Welche drei halten Sie aktuell für unabdingbar mit dem Ziel nachhaltig erfolgreich zu sein?

Uralt, aber aktueller denn je: «Der Kunde ist König». Heute dreht sich alles um die Individualität und der Kunde will spüren, dass er und seine Wünsche im Gastrobetrieb ernst genommen werden.
Stay focused, sei ein «Spezialist»! Qualität & Frische!
ANNA GRASSLER, BUSINESS DEVELOPMENT & MARKETING MANAGER RESTAURANT GÄRTNEREI STOCKERSTRASSE, ZÜRICH
Gastfreundlichkeit, Konzepttreue und Einzigartigkeit.
SUSANNE HUNZIKER, GESCHÄFTSFÜHRERIN, MORE BAR, BUBIKON
Sich selbst und dem Konzept vom Restaurant treu zu bleiben. Des Weiteren guter Service, Ambiente und vor allem Food & Beverage Leistung.
ALEXANDRA UND SASCHA BEILKE, GESCHÄFTSFÜHRUNG, RESTAURANT BURG, AU
Fokus auf Gäste! Damit meine ich nicht nur einfach ein Statement in Strategiepapier. Es muss vorgelebt und verinnerlicht werden und zwar jeden Tag! Ein zeitgemässes und einwandfreies Produkt, mit sehr gutem Preis-Leistungsverhältnis. Team-Management. Aus Betroffenen Beteiligte machen und die Führung vorleben lassen.
MARIO KELLER, INHABER UND GESCHÄFTSFÜHRER, ZAPOTE CALIFORNIAN BURRITOS & SALADS, WALLISELLEN

Der Best of Swiss Gastro Award ehrt die besten Gastronomiekonzepte aus der Schweiz. Welchen Wert sehen Sie darin?

Es ist dies der «Oscar» der Schweizer Gastronomie! Dieser ehrt uns einerseits, gibt uns aber andererseits auch die Motivation diesen eingeschlagenen Weg weiterzugehen und stets am Ball zu bleiben um das Restaurantkonzept «AuGust» auch nachhaltig zu etablieren. Der Preis soll Garant dafür sein, uns täglich an unsere Pflicht zu erinnern, die Qualität in jeder Beziehung hochzuhalten und sich nicht dazu verleiten zu lassen, sich auf den Lorbeeren auszuruhen. Das sind wir unserem «AuGust» schuldig!
JAN E. BRUCKER, GENERAL MANAGER WIDDER HOTEL, BAR UND RESTAURANTS, ZÜRICH
Der grösste Wert für mich besteht darin, dass man sich wieder mal ganz bewusst wird, wie viele Menschen sich Gedanken machen, wie die Gäste jeden Tag wieder aufs Neue begeistert werden können. So viele neue Ideen und Wege werden durch den Best of Swiss Gastro Award jedes Jahr der breiten Gastro-Community aufgezeigt. Auch wird ein gesundes Konkurrenzdenken gefördert.
THOMAS HOFSTETTER, INHABER UND WIRT, RESTAURANT DIE WAID, ZÜRICH
Ansporn für Gastronomiebetriebe den Gastronomieberuf der Schweiz auf hohem Niveau zu halten und dadurch nicht nur Gäste aus der Schweiz, sondern auch aus dem Ausland vermehrt für den kulinarischen Genuss und die Tischkultur zu gewinnen. Bestätigung für die Betriebe, welche mitmachen, dass sie kulinarisch richtig liegen und durch Best of Swiss Gastro eine Plattform besteht, sich zu präsentieren.
DOMINIQUE SCHROTTER, MITGLIED DER GESCHÄFTSLEITUNG & KÜCHENCHEF, RESTAURANT LA RIVA, LENZERHEIDE
Für mich ist der zweite Rang in der Kategorie International ein Meilenstein für das neue Konzept Maori und eine Auszeichnung für mich und mein Team. Wir sind stolz, unseren Gästen dieses «Qualitätssiegel» zu präsentieren. Diese Auszeichnung verpflichtet uns aber auch und wir wollen jeden Tag unseren Gästen ein tolles und nachhaltiges Südsee Erlebnis im «Maori» bieten.
STEPHAN BERNET, INHABER UND GESCHÄFTSFÜHRER, MAORI
Den Artikel finden Sie auch in der Ausgabe 39 der HGZ.

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