Erfolgsfaktoren Schweizer Tourismus

Der Schweizer Tourismus sollte stolz auf seine Leistungen sein! Viel zu kritisch und negativ werden die Leistungen durch Herr und Frau Schweizer beurteilt. Die Schweiz liegt zusammen mit Österreich im Alpenraum an der Spitze – von den Innovationen über die Leistungsangebote bis hin zu den Mitarbeitenden. Daraus ergeben sich 8 Erfolgsfaktoren für die Zukunft.

Leistungen des Schweiz Tourismus

Was Tourismusfachleute und Praktiker aus dem In- und Ausland seit einiger Zeit beobachten und offen oder unter vorgehaltener Hand kommunizieren, hat Kohl & Partner intern analysiert und zusammengefasst: Der Schweizer Tourismus ist immer noch in einer Leaderposition im Alpenraum – sowohl bei der Wettbewerbsstärke als auch bei der Marktattraktivität.
Den Schweizer Hoteliers und anderen touristischen Leistungsträgern ist auf einer breiten Basis stärker bewusst, dass Profilierung und Spezialisierung (besonders in Ferienregionen) notwendig ist, um sich am Markt durchzusetzen. Martin Lohmann, Leiter des Institut für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa, formulierte es am vergangenen Tourismus Forum der Schweiz in Bern wie folgt: „Vielleicht geht es im Tourismus gar nicht so schlecht, wie man meint? Das dauernde Lamento, es ginge ja nichts voran, es werde zu wenig realisiert etc. etc. ist masslos übertrieben? Angesichts der Rahmenbedingungen und des globalen Wettbewerbs stehen viele Destinationen, viele Reiseländer in Europa überraschend gut da. Und das ist auch ein Verdienst der vielfältigen Bemühungen der letzten Jahrzehnte.“
Die Unternehmen investieren mehr in Qualität und die Weiterbildung der Mitarbeitenden. Schweizer Tourismusfachschulen bieten qualitativ top Ausbildungen – es gilt lediglich die qualitativ top ausgebildeten Leute auch im Tourismus zu halten, durch attraktive Angebote und Konditionen aber auch durch das Schaffen einer Basis für unseren Berufsstolz. Lohmann sieht je nach Organisation unterschiedliche Folgerungen, so zum Beispiel: Selbstbewusstsein, Marktbewusstsein und Bescheidenheit! „Die Situation wie sie ist, ist keine Panne sondern angesichts des globalen Wettbewerbs ein Erfolg. Und zwar im Wesentlichen ein Erfolg der Unternehmer, die sich in den letzten Jahren anständig rein gehängt haben.“
Die Vermarktung durch Schweiz Tourismus ist insgesamt gesehen doch ebenfalls lebendiger, mutiger und kreativer und das betriebliche Marketing auf breiter Basis moderner. Wieso sehen wir die Dinge nicht positiver? Viele Destinationen im umliegenden Ausland wären Stolz darauf solch vielfältige Landschaften vor der Haustüre zu wissen. Gelten Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit, Pünktlichkeit nicht zu wichtigen Attributen für einen erholsamen Urlaub? Wir sind der Überzeugung, dass genau diese Werte den Tourismus in der Schweiz qualifizieren.
Um den Wettbewerb und damit die Zukunft des schweizerischen Tourismus erfolgreich zu bestreiten, sollten folgende 8 Erfolgsfaktoren für die Zukunft abgeleitet werden.
8 Erfolgsfaktoren für eine gute Zukunft des Schweizer Tourismus

1. Pfeilspitzen zur Marktdurchdringung schärfen

Weitere Profilierung und Thematisierung der touristischen Angebote – sowohl bei den Betrieben als auch in den Destinationen.

2. Innovation als Motor einsetzen

Tradition nicht als Hüterin der Asche, sondern als Hüterin des Feuers sehen. Die Gäste lieben Innovationen.

3. Kooperation mit Benchmarking anreichern

Ständiger Vergleich mit den Besten der Branche – nicht nur bei Umsatz und Kosten.

4. Tourismusförderung weiter konzentrieren

Die Innovativsten und Besten unterstützen, den Strukturwandel nicht behindern und nicht sanierbare Betriebe in Würde sterben lassen.

5. Branding und Verkauf forcieren

Noch mehr emotionale und suggestive Wirkung durch Branding und Konzentrationen auf den Verkauf und Micro-Marketing.

6. Destinationsmanagement weiter professionalisieren

Grössere, schlagkräftige Marketing-Einheiten und zugleich Informationsdienste und Angebotsentwicklung vor Ort nicht vernachlässigen.

7. Mehr Augenmerk auf die Mitarbeitenden

Human Ressource Management auf allen Ebenen – von den Schulen bis hin zu den Betrieben.

8. Vorsicht in der Preispolitik

Kein Preisdumping, Vorteile mit geschicktem Packaging bieten und Preise über Innovationen und Qualitätssteigerung anheben.

Fazit

Die Schweizer sollten wieder vermehrt positiv ihrem Tourismus gegenüber stehen. Es ist an der Zeit, sich nach vorne zu richten. Positiv und engagiert der Zukunft zu begegnen und die Energie dafür aufzuwenden, sich auf die Stärken der Schweiz und nicht des nahen Auslandes auszurichten.
Autor:
Frank Reutlinger
Managing Partner
Kohl & Partner (Schweiz) AG
Kontakt:
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Tel. +41 44 533 50 42
Fax +41 44 533 50 41
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frank.reutlinger@kohl-int.ch
www.kohl-int.ch

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