Eine französische Café-Tante à nouvelle-Zélande

Okay. Ich bin nicht in nouvelle-Zélande. Nur ein bisschen. An der Langstrasse 120 im New Zealand Café. Als Französin et Café Tante Nr. 1. Um einen Tag mit Genuss zu starten, empfehle ich ein Café «schwarz und stark», denn ohne noir et fort startet die Maschine bei mir schon gar nicht.

Das Café steht im künterbünten Quartier der Langstrasse. Der Grund dafür, dass ich mit diese Café meinen ersten Blog starte, liegt einfach daran, dass Freunde der kleinen Französin um die Ecke wohnen. Immer wieder mache ich dort gerne ein kurzes Halt.

Die Philosophie des Cafés? Ein Reise nach Neuseeland. Der Inhaber Sam sagt: „It`s all about atmosphere – be real with people!“

Erste Blick in die Café Bar: ein enorme Graffiti von ein Maori-Kämpfer-Gesicht überwacht die Eingang, um sich vielleicht vor dem gefährlischen Geist der Langstrasse zu schützen. Pour moi, c`est clair, die Café hat eine junge Seele.

Mit ein herzige Lachen empfängt mich Sam der Inhaber in English. Er serviert mich der erste Café von Black and Blaze, frisch geröstet in Zürich, präpariert in der NZ-Art. Dazu gibt es ein Gipfeli, die ich mit Chocolat-Sauce vollspritzen kann. Genau wortwörtlich, da le Chocolat in einer Plastikspritze serviert wird. Sam hat sich humorvoll der turbulenten Geschichte des Quartiers angenommen.

Café New Zealand Zürich

Für mein zweite Café, ich kann mich nicht entscheiden zwischen «The flat white» und «Cappuccino dirty». Ersterer zählt als verbesserte Version des Café Latte in a NZ-way. Sam betont, dass das speziell «Kiwi»-Barista-Style ist. Ich wähle als Gourmandise den Cappuccino. Für mich très «Porn-Food». Der «dirty Cappuccino» ist zu sein Extrem gebracht, serviert «dirty» mit sehr schöner Blumendeko on top, mit Chocolat-Poudre auf die Schaum, die aus der Tasse schwimmt. «Dirty» heisst übrigens nichts anderes als viel, viel von allem. Schmeckt wie ein Dessert.

Sam erklärt mir mit Leidenschaft, wie er ein double Café-Shot in alle seine Café gibt, wie es in Neuseeland Tradition ist. Sein Cappuccino mit Double-Shot kostet nur 5.-, fair für mein junges Portemonnaie.

Sam wundert sich, wie lange andere Bars brauchen werden, um den Geschmack des Cafés in den Vordergrund zu bringen. Die Café muss schmecken. Das tut es. Noch nie habe ich eine so gute Café getrunken. Geschmack ist Genuss pur. Im Mund ist der Café kräftig, nicht zu dünn. Löst in meine Mund ein warmes Parfum aus.

Wie kam es zu dem New Zealand Café? Sam hatte keinen Platz gefunden, wo er seine Lieblingstorten und -cafés «in a flat way» finden konnte, heisst: mit extra viel Milch drin. Er vermisste auch die freundliche Atmosphère in andere Zürcher Cafés, wo man gern hin geht und sich schnell zuhause fühlt. Schnell kam er so natürlich auf die Idee sein eigene Bar Café mit einem einfachen aber authentischen Concept zu kreieren. Relax New Zealand style.

Et vraiment, die Service ist super. Die jungen Leute geben mir echt das Gefühl, dass sie dort gern arbeiten. Ich spüre es (nicht überall der Fall, gibt ja in Zürriiiii viele Orte, wo Angestellte ein Gesicht bis unter die Knie ziehen).
Ich mag die casual und unkompliziert Art in diesem Café. Mit „free wifi“ fühle ich mich hier bald Zuhause. Der Ort ist auch bei Studenten beliebt und es herrscht eine sehr angenehme Stimmung. Es ist jung, bunt et international, über der Café befindet sich ein Backpacker Hotel. Hier kann ich immer Leute aus der ganzen Welt antreffen.

Für die kleine und grosse Hunger

Für süssen Genuss empfehle ich die «Scones» mit Marmelade und Crême: Un délice!

Das Rezept stammt von Sams Grossmaman, es erinnert ihn an seine Heimat. Es wird jeden Tag von einem Kiwi-Bäcker bereitet, genau wie verschiedene Brownies und Muffins.

Wenn Sie ein unique New Zealand-pie essen möchten, dann sind sie hier am richtigen Ort. Ich würde es vergleichen mit die typische Pub-pies in London.

Café New Zealand

Heute habe ich die Steak-pie bestellt, mit einem lange eingekochten Rindfleisch an einer sehr leckeren Sauce. Es gibt auch zwei vegetarische Menus. Im Ganzen gibt es acht verschiedene Versionen. Der Preis ist gerade für junge Leute sehr interessant, weil sie nur 13 Franken kosten und täglich frisch gekocht werden. Ein kleiner Beilagansalat kostet vier Franken, für mich extrem attraktive Preise, verglichen mit viele andere Cafés.

Ich liebe es da zu sitzen rund um junge happy Leute. Il y`a trop de gens avec des faces mécontentes. Es gibt eine grosse Getränkeauswahl und eine volle Bar. Spezialität ist ein Hendrick`s Gin fever tree tonic, serviert mit Gurken und Pfeffer. Sehr lecker. Es ist täglich geöffnet, aber leider nur bis 18 Uhr.

Wer eine junge frische Atmosphère mag, hervorragende Café und vernünftige Preise, der ist hier richtig. Ich freue mich Euch bald weiter mit zu nehmen an meine anderen Lieblingsorte, allesamt jung und sexy, wie ich. À la prochaine!

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Alexandra Piovani

Alexandra Piovani ist internationales Model und frisch gebackene Zürcherin. Sie stammt aus dem Mutterland der grossen Küchenkunst und hat von „Maman“ diesbezüglich nicht nur gute Gene mitbekommen. Sie berichtet in ihrer unverwechselbaren unverblümten Franzsuisse-Sprache von den absoluten Hotspots des Nachtlebens. Wo Ihr sie allenfalls beim genüsslichen Schlummertrunk antreffen könnt, lest Ihr hier...