Acón – die Perle im Ribera del Duero

Dass die Bodegas y Viñedos Abadia de Acón Spitzenweine hervorbringt, liegt nicht nur an der Hochlage und den alten Reben. Die Besitzerfamilie beeindruckt durch einen mutigen, unkonventionellen Weg. Sie setzt auf hochmoderne Vinifikation und bleibt dennoch der jahrhundertealten, naturnahen Anbaumethode treu.

Die Landschaft rund um die Abadia de Acón ist beeindruckend. Einzelne Rebgärten, dazwischen Sonnenblumen- und Weizenfelder, Oliven- und Mandelbüsche, unterbrochen von kleinen Hügeln, die der kargen Gegend einen besonderen Charakter verleihen. Die Kellerei der Familie Carrasco, ein modernes Gebäude, integriert sich in seiner Schlichtheit harmonisch in die Umgebung.

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Vom Traubenproduzenten zum Spitzenwinzer

Die Familie Carrasco ist schon seit Jahrhunderten im Gebiet von Castillo de la Vega verwurzelt. Ursprünglich Traubenproduzenten, musste sie zu Beginn der 2000-er Jahre einen neuen Weg einschlagen. Die Traubenpreise fielen dermassen zusammen, dass sie vor der Entscheidung stand, aufzuhören oder selbst Wein zu produzieren. Wie gut, dass sie sich für Letzteres entschieden hat, denke ich und erfahre von José und Carlos Carrasco, wie die Aufgaben innerhalb der Familie aufgeteilt sind

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José Antonio, der Rebenversteher

Nach wie vor ist der 79-jähriger Vater José Antonio für die Reben zuständig. José, wie auch sein Bruder Carlos sind ausserhalb der Kellerei als Architekt, beziehungsweise in der Versicherungsbranche tätig. So oft wie möglich sind sie in den Reben, damit ihnen ihr Vater seine Erfahrung und sein Wissen weitergeben kann. Im Zentrum steht immer die Rebe. Ihre Lage, ihr Alter, ihre Einzigartigkeit und die Pflege sind schliesslich Voraussetzungen für einen Spitzenwein.

Ausbau der Produktion: Mission impossible

Ein Rundgang durch die topmoderne Kellerei zeigt, dass die Familie Carrasco auch hier Massstäbe setzt. Allerdings immer in der Qualität und nicht in der Quantität. Denn ihr geht es nicht darum, so viel wie möglich zu produzieren. Im Gegenteil, die Limite ist gesetzt. José hat als Architekt die Kellerei so konzipiert, dass in einem sehr guten Jahr maximal 200'000 Liter Wein produziert werden können. Mehr geht nicht, mehr soll auch nicht gehen. «Es entspricht nicht unserem Konzept, zudem gibt die Natur nicht mehr her.» In diesem Satz ist eine Demut gegenüber Land und Reben zu spüren. Und gegenüber dem Qualitätsprodukt, das daraus entsteht.

Der grosse Hut

Unterstützt werden die beiden Brüder und der Vater von drei Önologen, dem erfahrenen Gustavo und zwei externen Beratern. Die Herausforderung des Betriebs liegt darin, alle Beteiligten unter denselben Hut zu bringen. Vater José Antonio hat immer noch das Sagen. Die Önologen kommen mit neuen Ideen. Und José und Carlos haben ebenfalls Vorstellungen, wie die Abläufe in den Reben und in der Kellerei sein sollten. Genug Stoff also, um im Gespräch zu bleiben und den besten Weg zu finden.

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Weinerlebnis der besonderen Art

Ein Highlight bei einem Besuch der Bodegas y Viñedos Abadia de Acón ist die Degustation. Die Kraft dieser Weine und der geschmeidige, langanhaltende Abgang sind eine pure Freude für alle WeingeniesserInnen.

Wenn es nicht für einen Besuch in Spanien reicht: Vogelsanger Weine ist exklusiver Schweizer Importeur. Die Weine sind im Vogelsanger-Weinshop in St. Gallen sowie bei ausgesuchten Vertriebspartnern erhältlich.

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