Stadtgerichte im Zeichen der «Kulinarischen Zukunft» - Teil 2

Das Kulinarikfestival FOOD ZURICH findet vom 16. bis 26. September statt. Es steht ganz im Zeichen der «Kulinarischen Zukunft» und tischt ein reichhaltiges Menü an richtungsweisenden Events auf. Was wir uns auf den Teller schöpfen, soll den Menschen gesünder machen und die Umwelt schonen. Das zeigen uns auch über 30 Restaurants, die ihren Gästen in der Festivalzeit ihre Version der Kulinarischen Zukunft auftischen. Mehr Beispiele zu den Stadtgerichten findest Du in diesem Blogbeitrag.


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Hermanseck

Kulinarische Zukunft bedeutet für den Herman, seine Positionierung immer wieder zu hinterfrage nund neu auszurichten. Den Fokus legen sie auf regionale, saisonale, umweltfreundlich produzierte Lebensmittel und verarbeiten diese Produkte mit dem Knowhow einer modernen, innovativen Küche.
Und genau das zeigen sie uns mit ihrem Stadtgericht: Sie verwandeln die Rollgerste, ein klassisches heimisches Getreide, zu einem cremigen Risotto. Dazu servieren sie über 12 Stunden im Honig-Sud gebackene Quitten und einen Microgreen-Sprossensalat aus Zürich.

 

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Kraftwerk

Das Kraftwerk hat keine Angst davor, grosse Traditionen umzukrempeln und tischt dir das wohl klassischste Stadtgericht, das im Original übrigens auf 1947 datiert, neu auf: Ein Zürcher Geschnetzeltes ohne Fleisch. Die Köch*innen bereiten es aus Planted Chicken zu und tischen dir dazu eine goldbraune Gemüserösti auf und – ganz wichtig – eine nicht allzu flüssige Rahmsauce, damit sich alles wunderbar miteinander verbindet. Planted Chicken besteht aus Erbsenprotein, Erbsenfasern, Rapsöl und Wasser und ist als Fleischalternative nachhaltig und zu 100% natürlich
ohne Zusatzstoffe hergestellt.

 

stadtgericht_cafedubonheur-9024 (1)Cafe du Bonheur

Das Café du Bonheur kocht für dich als Stadtgericht den französischen Klassiker Coq au vin – passend zum Spätsommer in einer leichten Weisswein-Variante. Dazu gibt’s Petersilienknödel, Bund-Karotten, Champignons, und Karottengrün-Öl. Das Fleisch stammt von Bruderhahn: Fleisch in Demeter-Qualität von Hähnen, die vor dem Schreddern gerettet und grossgezogen wurden. Kein Food-Waste produzieren, das ist den Betreiber*innen wichtig. Das übrige Karottengrün dürfen Schweine futtern, für die Knödel verwenden sie Brotreste und aus der Hahnenhaut gibt’s knusprige Chips. 

 

Hotel Bourbon
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Stell dir das Hôtel Bourbon als deine etwas verrückte Cousine vor, die eine fabelhafte Dinnerparty veranstaltet. Ihr bunt zusammengewürfelter Freundeskreis, das gedeckte Licht und die vielen Kerzen bestimmen die Atmosphäre im Raum. So beschreiben die Betreiber*innen ihr erst im September 2020 eröffnetes Restaurant. Ihr Stadtgericht ist ebenfalls für Neugierige: Sie
tischen dir einen Insektenburger mit Grillen im fluffigen Brioche-Bun, Avocado, Zwiebeln und BBQ Sauce auf. Die Insekten dafür beziehen sie von Essento, dem europäischen Pionier für Insect Food, der die Gesetzesänderung für die Zulassung von Speiseinsekten angestossen hat.

 
Löweneck
 
Im Löweneck isst man wunderbare Tapas und die teilt man in der Regel: Croquetas,
Pimientos oder Tortilla de Patatas. Ihr Stadtgericht-Tapas ist gleichzeitig eines
Stadtegericht_löweneck2der beliebtesten Gerichte Zürichs: Das Tartar. Die Köch*innen bereiten es im Rahmen der Kulinarischen Zukunft vegetarisch zu und backen dazu die Randen für knapp drei Stunden auf grobem Meersalz im Ofen. Dazu gibt’s Kapern und ein Eigelb, das erst für 72 Stunden gegart und dann geräuchert wird. Bleibt nur noch die Frage, ob man das Randen-Tartar wirklich teilt oder lieber grad mehrmals bestellt.
 
 
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