Zürcher Street Food Festival

Viereinhalb Wochen gastiert das Street Food Festival auf der Hardturmbrache. Im Einklang zwischen Gastronomie und einem reichhaltigen Rahmenprogramm werden neben Leckerbissen aus aller Welt auch gesellschaftlich relevante Themen und Geschichten Platz finden.

Unter den Food-Anbietern befinden sich unter anderem Afghan Laziz, ein Gemeinschaftsprojekt der jungen Schweizerin Kira und der afghanischen Migrantin Khatere. Doch auch immer mehr Schweizer Traditionshersteller und -gerichte sind auf dem Festival anzutreffen, wie beispielsweise die Bündner Capunseria. Eine Neuheit bei den süssen Anbietern der Street-Food-Szene ist flambiertes Marshmallow-Eis. Ergänzt wird das Food-Angebot mit verschiedenen länderspezifischen Loungebereichen.

Im August 2014 hat das Zürcher Street Food Festival den Auftakt der Street-Food-Bewegung in der Schweiz gesetzt. Mittlerweile vereint es mehr als 50 Länderküchen und hat sich auch international als mobile Plattform für Kulinarik, Gastronomie, Unterhaltung und Völkerverständigung etabliert.

Kulinarische Hintergrundgeschichten, die verbinden
Einer der Food-Anbieter ist Afghan Laziz. Afghan Laziz wurde von Kira Jäger, einer Schweizer Schülerin, und Khatere Heidari aus Afghanistan gegründet. Im Rahmen ihrer Maturitätsarbeit erstellte Kira letztes Jahr zusammen mit drei geflüchteten Frauen, darunter Khatere Heidari, ein Kochbuch mit deren traditionellen Rezepten und persönlichen Geschichten. Aus diesem wurde ein gemeinsames Food-Projekt. Am Street Food Festival betreiben die beiden einen Foodtruck für afghanische Kreationen. Das Projekt ist ein Paradebeispiel für Integration und ermöglicht es Khatere und ihrer Familie, selbständig in der Schweiz zu arbeiten. Die beiden Frauen benutzen neu auch die Produkte von Recircle und sind Partner von Too Good To Go. Auch der Mango-Stand We are Nyanja stellt am Street Food Festival sein Herzensprojekt in Mosambik vor. Auf den Verpackungen des Fairtrade-Start-ups sind die vielen Gesichter seiner Produzent*innen abgebildet. Das unabhängige Projekt ermöglicht 400 Bauernfamilien erstmals ein Einkommen. Die Bio-Mangos reifen an der afrikanischen Sonne auf wild wachsenden Bäumen. Bei Bomozika, hinter dem die kongolesische Jungunternehmerin Nadège Ntsika steckt, finden die Besucher*innen kongolesische Street-Food-Spezialitäten direkt aus Kinshasa, darunter Fleischspiesse, die mit Maniok serviert werden, oder den traditionellen afrikanischen Snack Mikate (frittierte Krapfen mit verschiedenen Füllungen).

Schweizer Tradition wird mobil
Neben internationalen Spezialitäten finden aber auch immer mehr Schweizer Traditionsprodukte ihren Weg auf das Festival. In seinem knapp 100-jährigen Bestehen hat sich die Tessiner Bottega Rapelli, die für ihre Wurstwaren bekannt ist, erstmals mit einem Foodtruck auf die Reise zum Zürcher Street Food Festival begeben. Serviert werden die Luganighetta-Wurstschnecke als Hot Dog, der Ticino-Burger mit der kürzeren Luganiga-Wurst oder die typische italienische Focaccia mit Rohschinken, Käse und Rucola. Capuns ist wohl eine der bekanntesten Bündner Spezialitäten. Die Capunseria kocht diese nach einem geheimen Familienrezept in verschiedenen Variationen.

 

Neue süsse Speisen und verschiedene Länderecken
Neben salzigen Speisen werden am Street Food Festival auch süsse Delikatessen wie Mochis, Cheesecake, Pastel de Nata und bunte Paletas angeboten. Die Neuheit des Festivals 2022 ist das flambierte Marshmallow-Eis von Mellow Monkey. Abgerundet wird das kulinarische Angebot durch verschiedene permanente Länderecken, die mit Lounges ausgestattet sind. Der Korean Pocha wird dieses Jahr weiter augebaut. Hinzu kommen der Japan Corner, der Greek Corner, die Tibet Lounge, der Thai Street Food Court und die Afghan Lounge. Sie lassen die Besucher*innen in die verschiedenen exotischen Street-Food-Welten eintauchen und bieten den Food-Anbietern die Möglichkeit, ihre Herkunft nicht nur mit kulinarischen Angeboten, sondern mit ganzen Einrichtungen zu präsentieren.


Reichhaltiges Programm mit einer Challenge im Bereich Nachhaltigkeit
Das Rahmenprogramm des Festivals ist wie immer bunt. Neben musikalischer Unterhaltung zählen auch verschiedene Anlässe rund um das Thema Nachhaltigkeit (wie beispielsweise im Rahmen der Initiative #MoveTheDate eine Mobility Challenge mit Pat Burgener vom 27. bis 29. Mai ab 17.00 Uhr inklusive einem Live-Konzert von Pat Burgener am 27. Mai ab 19.00 Uhr) dazu. Zwei Tanzabende (Tanz am Freitag ) in Kooperation mit den Zürcher Clubs Mascotte am 3. Juni und Plaza am 17. Juni lassen die Hardturmbrache in eine Outdoor-Tanzfläche verwandeln.

Das Street Food Festival ist Teil der städtischen Initiative zur Bekämpfung von sexuellen, sexistischen, homo- und transfeindlichen Belästigungen und Übergriffen (Zürich schaut hin).

Adresse:
Stadionbrache Hardturm
Hardturmstrasse 401
8005 Zürich​

Mittwoch, 25. Mai, bis Sonntag, 26. Juni 2022​

Öffnungszeiten :
Montag bis Freitag von 17.00 bis 24.00 Uhr / Samstag von 12.00 bis 24.00 Uhr / Sonntag von 12.00 bis 21.00 Uhr / Donnerstag, 26. Mai (Auffahrt), und Montag, 6. Juni (Pfingstmontag), bereits ab 12.00 Uhr

Sonntag, 5. Juni, geschlossen (Pfingstsonntag)

 

 

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