Die Pop-up-Plage

Warum trendige Stadtzürcher gerne den guten Geschmack ignorieren. Über den Fluch Pop-up-Restaurants – und wo sich ein Besuch lohnt.
Zürcher sind wie pawlowsche Hunde. Man muss nur das Wort „Pop-up“ sagen, schon läuft ihnen das Wasser im Mund zusammen. Das Gute daran: Ausgezeichnete Projekte wie die von Valefritz und Franzoli erreichen ein grosses Publikum. Das Schlechte: Trittbrettfahrer wollen auch etwas vom Kuchen abhaben und drohen die Stadt mit unausgegorenen oder leidenschaftslosen Konzepten zu überschwemmen.
Längst kursiert der Scherz, man könnte ja in irgendeinem Lagerraum ein Brunch-Pop-up einrichten und für 85 Franken sonntags ein paar Scheiben John-Baker-Brot und einige Schüsseln Federkohl vor die Gäste stellen. Sie würden es dann schon essen. Beim Pop-up kann mans ja machen. Der Gastgeber ist schliesslich nicht darauf angewiesen, dass die Leute wiederkommen. Dank des Trendfaktors ist sowieso alles ausgebucht, bevor Kritik laut werden kann. Und oft ist es an Pop-up-Dinners auch noch wie im Märchen „Des Kaisers neue Kleider“: Keiner spricht aus, was doch augenfällig ist.
Traurig ist das. Denn Pop-ups – man denke an Wood Food auf dem Winterhalder-Areal, wo kulinarische Kreationen mit Holz und Kohle auf den Teller kamen – sollten doch Triebfeder der gastronomischen Entwicklung sein. Räume, in denen sich Konzepte verwirklichen lassen, die Investoren für ein fixes Restaurant zu abenteuerlich sind.
Lesen Sie den ganzen Artikel im Tagesanzeiger.
Bild: Thomas Burla

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